INDUSTRIEVERBAND BLECHUMFORMUNG IBU



Was bleibt, was kommt? IBU-Mitgliedertage als Zukunftsforum

Blechumformer treffen sich in Mannheim – Themenspektrum von Digitalisierung bis Datenklau

HAGEN – 22. Mai 2019. 85 Blechumformer aus ganz Deutschland trafen sich am 16. und 17. Mai zu den IBU-Mitgliedertagen in Mannheim. Das traditionelle Event des Industrieverbands ist Branchentreffpunkt und zugleich Zukunftsforum. Neben Austausch und Unternehmensbesichtigungen standen Vorträge zu Trends und Perspektiven auf dem Programm. Unter anderem sprach der Konjunkturspezialist Klaus Bauknecht von der IKB Deutsche Industriebank AG über Geschäftsklima und mögliche Konsolidierungseffekte.

Chancen des Networkings nutzen
IBU-Geschäftsführer Bernhard Jacobs freute sich über das große Mitgliederinteresse an der Jahrestagung: „Wer kommt, nutzt die Chancen des Networkings und des Know-how-Transfers. Und die Möglichkeit, den Verband und seine Ausrichtung mitzubestimmen.“ Die Eröffnung der Mitgliedertage übernahm der Verbandsvorsitzende Ulrich Flatken.

„Geschäftsklima und Konsolidierungseffekte“
„Wie müssen wir uns aufstellen, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können? Was bleibt, was kommt?“, lauteten die diesjährigen Leitfragen. Erste Antworten lieferten die Referenten. Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB Deutsche Industriebank AG, sprach unter dem Motto „Im Sog sinkender Erwartungen“ über das Geschäftsklima. Und mögliche Konsolidierungseffekte aufgrund von Produktionsrückgängen im letzten Jahr. Pünktlich zu den Mitgliedertagen legte der Verband auch den vom Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln erstellten Branchenbericht 2018 vor.

Best-Practice-Beispiele zur „Digitalisierung in der Produktion“
Best-Practice-Beispiele zur „Digitalisierung in der Produktion“ hatten Stephan Paul und Jochen Schlick im Gepäck. Die Berater von der Staufen AG bzw. deren Tochterunternehmen Staufen Digital Neonex setzen auf die praktische Unterstützung vor Ort beim Kunden. Unternehmer und Hochschulprofessor Arnold Weissman ergänzte das Ganze um den passenden wissenschaftlichen Ansatz. Sein Thema: „Digital Leadership“. 

Aktuelle Potenziale im Bereich der Umformtechnik
Wo liegt der Produktionsfortschritt für blechumformende Unternehmen – wohin geht der Weg? Branchenspezialist Berthold Jüttner aus dem Unternehmen Schuler Pressen schärfte den Blick der IBU-Mitglieder für aktuelle Potenziale im Bereich der Umformtechnik. Sein Unternehmen baut zusammen mit Porsche gerade das weltweit modernste Presswerk für die digitalisierte Automobilproduktion.

Besichtigungen bei BASF und Fuchs Schmierstoffe 
Neben den Referaten trafen auch die Unternehmensbesichtigungen bei den Teilnehmern ins Schwarze. Zur Wahl standen Besuche bei BASF SE und bei Fuchs Schmierstoffe. „Diese Einblicke machen die Mitgliedertage besonders interessant“, so der Tenor. 

Abendveranstaltung im historischen Kelterhaus 
Für Begleiter hatte der Verband Sightseeing plus Schlossbesichtigung in Heidelberg und eine Kellerführung mit Weinprobe organisiert. Die traditionelle Abendveranstaltung der Mitgliedertage fand in diesem Jahr im historischen Kelterhaus des Ketschauer Hofs statt. Für Gesprächsstoff sorgte dort u. a. Gastredner Götz Schartner. Der professioneller „Edelhacker“ und Fachbuchautor zeigte auf, wie sich Unternehmen gegen Webkriminalität, Hacking, Phishing und Datenklau wappnen können. Text 3.161 Z. inkl. Leerz.


KURZPROFIL: Industrieverband Blechumformung e.V. (IBU) 
Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2017 rund 20,50 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.


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