Gespräche auf regionaler Ebene: Industrieverbände informieren Bundestagsabgeordnete über akute Probleme der Autozulieferer

Abgeordnete Bettina Lugk und Timo Schisanowski im Verbandshaus in Hagen - Kostenexplosion und Transformation – „brauchen Augenmaß und Technologieoffenheit“ - Politiker sagen angespanntem Mittelstand Unterstützung zu – wollen Dialog fortsetzen

HAGEN –17. Feb. 2022. Mit Gesprächen auf regionaler Ebene sensibilisieren Industrieverbände Bundespolitiker für die akuten Probleme der Zulieferindustrie. In Hagen trafen die Abgeordneten Bettina Lugk (Märkischer Kreis II) und Timo Schisanowski (Hagen – Ennepe-Ruhr-Kreis I) auf Ulrich Flatken, Bernhard Jacobs und Tobias Hain. Der Vorstandsvorsitzende des Industrieverbandes Blechumformung (IBU) und die Geschäftsführer der Industrieverbände Blechumformung (IBU) und Massivumformung (IMU) informierten die Abgeordneten über die Anspannung in den metallverarbeitenden Branchen. „Explodierende Vormaterialkosten und Energiepreise sorgen für finanzielle Engpässe. Diffuse Signale zur Transformation verwirren zusätzlich.“ Dieser riskante Mix gefährde viele qualifizierte Arbeitsplätze. Die Politiker sagten Unterstützung zu und unterstrichen den Wert des Mittelstandes für den Wohlstand Deutschlands.

Transformation mit Augenmaß
Die Transformation Richtung Digitalisierung und E-Mobilität setzt Automobilzulieferer einem enormen Druck aus. Wechselnde Ansätze verschärfen das noch. Die Verbände plädieren für Augenmaß: „Sonst sägen wir den Ast ab, auf dem wir sitzen“, erklärte Bernhard Jacobs (IBU). Tobias Hain (IMU) ergänzte: „Technologieoffenheit ist zwingend notwendig. Wir brauchen einen Wettbewerb um optimale Mobilitätskonzepte, keine Einheitslösung durch staatliche Vorgaben.“

Abgeordnete nehmen Forderungen mit nach Berlin – Dialog fortsetzen
Die Abgeordneten Bettina Lugk und Timo Schisanowski nehmen diese Forderungen als Vertreter ihrer Regionen mit nach Berlin. Beide betonten, den wichtigen Dialog fortsetzen zu wollen – zum Wohle der heimischen Unternehmen und Beschäftigten.

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KURZPROFIL: Industrieverband Blechumformung e.V. (IBU)
Der IBU in Hagen vertritt als Bundesverband circa 240 Mitgliedsunternehmen der blechumformenden Industrie und deren Zulieferer. Diese überwiegend aus mittelständischen Familienunternehmen bestehende Branche wird durch eine industrielle Fertigung für marktmächtige Kunden geprägt. Das Umsatzvolumen der Branche betrug im Jahr 2020 rund 17,41 Milliarden Euro. Die Verbandsmitglieder sind mehrheitlich Zulieferer der Automobil- und Elektronikindustrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Möbel- und Bauindustrie sowie der Medizintechnik.

Ansprechpartner:

Industrieverband Blechumformung (IBU), Geschäftsführer Bernhard Jacobs

fon: +49 2331 958819 oder 958856, fax: +49 2331 958756, info@industrieverband-blechumformung.de, www.industrieverband-blechumformung.de


KURZPROFIL: Industrieverband Massivumformung e. V. (IMU)
Der Industrieverband Massivumformung ist der deutsche Fachverband der Branche. 250 Unternehmen betreiben Massivumformung in Deutschland. Gemeinsam bilden sie einen starken Wirtschaftsfaktor: 3 Millionen Tonnen Material verändern ihre Form beim Gesenkschmieden, Kaltfließpressen, Freiformschmieden und Ringwalzen. Massivumformung ist vor Ort: In vielen Regionen Deutschlands und damit im direkten Umfeld entstehen so hochwertige Produkte im Gesamtwert von jährlich 9 Milliarden Euro. Damit ist Deutschland in dieser wichtigen Industriesparte der Marktführer Europas und die Nummer 2 weltweit.

Ansprechpartner: Geschäftsführer Tobias Hain

fon +49 2331 95880, fax: +49 2331 51046, info@massivumformung.de

www.massivumformung.de